Kurzbericht über die UNICA 2009 in Danzig


22 Österreicher waren heuer bei der UNICA 2009 in Danzig dabei. Wir erlebten eine wirklich awechslungsreiche, interessante Veranstaltung. 141 Filme aus 29 Ländern wurden von einer internationalen Jury bewertet. Erstmals wurde eine neue Art der Bewertung durchgeführt, die sehr gut aufgenommen wurde. Alle Filme, nicht wie bisher nur eine Auswahl von maximal einem Drittel, wurden nach jedem Projektionsblock von der Jury besprochen. Am Ende wurde über die Ränge aller Beiträge abgestimmt. Sehr gut angekommen ist auch die Einführung eines zusätzlichen Ranges. Es gibt nun Gold, Silber, Bronze, Diplom und Teilnahme. Dadurch hat das Diplom sehr an Wert gewonnen.
Österreich war mit 4 Filmen im Hauptprogramm und einem Minutencup-Beitrag  vertreten. Der Film „ Die andere Seite“  von Fritz & Martin Kober erhielt eine Bronze- Medaille. Dies ist eine beachtliche Placierung, da an die 141 Beiträge nur 4 mal Gold und 8 mal Silber vergeben wurde. Die anderen Beiträge Österreichs erlangten ein Diplom. Unser Minutenfilm "Tür zu" von Ilse und Karl Mader, der sicher in die Endwertung gekommen wäre, hatte das Pech, in der 2. Runde gegen den Sieger zu laufen.

Bei der jährlich während der UNICA stattfindenden Generalversammlung wurde heuer der Vorstand neu gewählt. Max Hänsli, der 15 Jahre dieses Amt innehatte, legte seine Funktion zurück. Er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zum neuen Präsidenten wurde Georges Fondeur aus Luxemburg gewählt. Seine Antrittsrede kann auf der UNICA Seite nachgelesen werden.

Die Entscheidung des polnischen Verbandes, Danzig (polnisch Gda´nsk) als Austragungsort zu wählen, erwies sich als Glücksgriff. Die im 2. Weltkrieg nahezu vollständig zerstörte Stadt wurde unter Einsatz enormer finanzieller Mittel und großem handwerklichem Knowhow wieder aufgebaut. Von unserem Veranstaltungsort waren es nur wenige Minuten zu den wichtigsten kulturhistorischen Stätten.
Wir hatten auch Gelegenheit, das westlich von Danzig gelegene Seengebiet Zentralkaschubiens (die „Kaschubische Schweiz“) kennen zu lernen, wo unter anderem das „Aufs Dach gestellte Haus“, das an die Überwindung des Kommunismus erinnern soll, besichtigt und „begangen“ werden konnte. Ein zweiter Ausflug führte zur geschichtsträchtigen Marienburg (poln. Malbork), einer Gründung des Deutschen Ritterordens, eines gewaltigen Bauwerks, das im Wechsel von Zerstörung und Wiederaufbau und der Besitzverhältnisse die Geschichte Polens widerspiegelt.
Eine wunderschöne Stadt, die klare Ostseeluft, meist traumhaftes Wetter und ein reibungslos verlaufender Filmwettbewerb sind das postitve Resümee der UNICA 2009 in Danzig.

VÖFA-Präsident
Ing. Alois Urbanek