Programm Februar 2010

Generationswechsel im ORF-Programm in BR-alpha: Das alpha-Österreich-Filmautorenmagazin "Videowelten" bekommt ein neues Gesicht. Robert Steiner übernimmt ab nun von Hans Georg Heinke nach einem Jahr erfolgreicher Sendungspräsentation die Moderation des Fernsehmagazins.

Diese Ausgabe von „Videowelten“ ist drei verschiedenen Filmgenres gewidmet - dem Fotofilm, dem Experimentalfilm und dem Animationsfilm:

"Joze Plecnik und seine Geliebte" von Fritz & Otto Aleksa aus Wien

Fritz und Otto Aleksa aus Wien haben sich mit dem slowenischen Architekten Joze Plecnik auseinandergesetzt. Dessen Karriere hat um 1900 in Wien als Otto Wagner-Schüler begonnen. Eines seiner bekanntesten Gebäude ist das "Zacherl-Haus", ein Firmengebäude in Wien. Eine weitere Wirkungsstätte von Joze Plecnik war Prag. Dort wurde er 1920 beauftragt, die Prager Burg umzugestalten. In den 20er Jahren kehrte der Architekt in seine Geburtsstadt Laibach zurück und realisierte große Projekte wie die National- und Universitätsbibliothek. Fritz und Otto Aleksa haben ihren Film als Fotofilm gestaltet. Fotographien werden im Computer aneinandergereiht und animiert, um so einen Filmfluss zu erwirken. Nur wenige Sequenzen sind Videoaufnahmen.

"Schwestern" von Egon Frühwirth aus Wörgl in Tirol

Der Experimentalfilm von Egon Frühwirth entstand in Zusammenarbeit mit der Kunststudentin Sarah Ascher. Der Film ist die Umsetzung ihrer Semesterarbeit zu dem Schlagwort "Wortgeflecht", ein Sprachexperiment, das ohne Worte auskommt. Sarah Ascher und ihre Schwester Alisa sitzen beieinander und spinnen Wolle. Der Austausch von Gedanken und Gefühlen findet durch Blickkontakte, Mimik, Gestik und Körperhaltung statt.

"Der Mensch nach Mass" von Erich Polaczek aus Wien

Eine gezeichnete Figur wird nach und nach lebendig. Der Wiener Filmautor Erich Polaczek hat die Animationstechnik mit dem Thema Genforschung verknüpft und so einen Film geschaffen, der durch Technik fasziniert und gleichzeitig nachdenklich stimmt.